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Gartentipps Monat August
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Auch im August sind alle Ecken und Winkel im Garten von Unkraut frei zu halten.An Lauben - und Schuppenwänden, auch an Holzzäunen findet man oft schon im August verendete Raupen, die mit kleinen gelben Kokons besetzt sind. Aus Unkenntnis werden die Kokons oft als Raupeneier bezeichnet und vernichtet. Es handelt sich aber um Puppen von Schlupfwespen. Diese legen ihre Eier in die lebenden Raupen. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven der Schlupfwespen ernähren sich vom Inneren der Raupen und bringen sie zum Absterben. Auf diese Weise helfen uns die Schlupfwespen, Schädlinge zu vernichten. Die Kokons müssen also unbedingt geschont werden.Kinder sind darauf aufmerksam zu machen, das die Marienkäfer zu den nützlichen Insekten gehören, damit sie sie nicht fangen und töten. Nicht nur die Marienkäfer selbst sind nützlich, sondern auch ihre Larven. Beide ernähren sich in der Hauptsache von Blattläusen. Man findet sie immer dort in Massen, wo unsere Kulturpflanzen stark mit Läusen besetzt sind.Alle im Juli und früher gepflanzten Kohlarten ( auch Kohlrabi und Kohlrüben ) müssen im August gut mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden.Wo sich beim Ernten von Kohl ( auch Kohlrabi ) an den Wurzeln auch nur die geringsten Anzeichen von knollenartigen Gebilden zeigen, sind alle Strünke zu vernichten. Es handelt sich dann meist um die gefürchtete Kohlhernie. Auch die Larven des Kohlgallenrüßlers können die Ursache sein. In jedem Falle sind die Strünke mit allen Wurzeln sorgfälltig auszugraben. Sie dürfen keinesfalls auf den Komposthaufen gelangen.Das Kraut der Frühkartoffeln ist nach der Ernte sofort zu vernichten, wenn sich an den Blättern auch nur die geringsten Zeichen von Krankheiten erkennen lassen. Das Kartoffelkraut wird sehr oft von der sogenannten Krautfäule ( Phytophthora ) befallen. Die Erreger dieser Krankheit richten auch an den Blättern und Früchten der Tomaten in feuchten Sommern großen Schaden an.Der im Juli ausgesäte Kopfsalat ist in der zweiten Augusthälfte so weit, das er gepflanzt werden kann. Vor der Entnahme der Jungpflanzen ist das Aussaatbeet durchdringend zu gießen, damit die Erde an den Wurzeln hängenbleibt. Das fördert das Anwachsen der Pflanzen ganz erheblich. Als Pflanzabstände genügen 20 cm x 20 cm.An den Melonen läßt man je Pflanze höchstens 4 Früchte bis 5 Früchte zur Entwicklung kommen. Sie werden dann besonders groß und reifen auch gut. Die überflüssigen Früchte darf man aber erst entfernen, wenn die anderen etwa taubeneigroß sind. Dann ist mit der Weiterentwicklung zu rechnen.Zu dicht aufgegangene Möhren der Juliaussaat sind unbedingt zu verziehen, wenn sie sich bis Frostbeginn gut entwickeln sollen. Sobald die Pflanzen zu fassen sind, entfernt man die überflüssigen. Das Verziehen erleichtert man sich wesentlich, wenn das Beet vorher duchdringend gegossen wird. Die weitere Entwicklung ist am gesichertesten wenn nur alle 2 cm eine Pflanze stehen bleibt.Die Möhren für den Herbst - und Winterbedarf erhalten gegen Ende August die letzten Nährstoffgaben.Die Früchte vom Gemüsepaprika kann man schon grün ernten, sobald sie zur normalen Größe herangewachsen sind.Das Düngen der Schwarzwurzeln muß Ende August beendet werden, wenn sie sich im Winter gut halten sollen.Die unteren Tomatenblätter entfernt man nur, wenn sie Krankheiten erkennen lassen. Man muß sie aber schon abschneiden und vernichten, sobald sich die ersten Flecken zeigen, dann können die Krankheitserreger nicht auf die gesunden Blätter übergreifen. Durch Kürzen der unteren Blätter kann man auch die ersten entwickelten Fruchtstände dem Sonnenlicht zugänglich machen. Im übrigen sind die Blätter beim Entwickeln der Früchte unentbehrlich.An den Tomaten schneidet man im Laufe des Augustes alle Spitzen der Haupttriebe ab, weil die nachfolgenden Fruchtstände nicht mehr erntefertig würden. Dabei läßt man über den letzten gut entwickelten Blütenstand nur ein Blatt stehen. Im übrigen ist auch im August jeder sich zeigende Nebentrieb an den Tomaten beizeiten zu entfernen.Die Behandlung der Buschtomaten ist der der Stabtomaten ähnlich. Da die Büsche meist zahlreiche Triebe haben, kann man etwas schärfer vorgehen als bei den Stabtomaten. Jede Triebspitze wird nach dem Blütenstand entfernt, der schon den Fruchtansatz erkennen läßt. Außerdem schneidet man die nichtfruchtenden Triebe ganz ab.Die aus Steckzwiebeln gezogenen Speisezwiebeln erntet man für den Winterbedarf erst nach gutem Absterben der oberirdischen Triebe. Sie sind dann gut ausgereift und halten sich im Winter besser als zu früh geerntete. Das oft angewandte Niedertreten der noch grünen Schlotten hat auf das Ausreifen der Zwiebeln keinen Einfluß.Knoblauchzwiebeln darf man für den Winterbedarf erst ernten, wenn das Kraut abgestorben ist. Die Zwiebeln müssen völlig ausgereift sein, wenn sie sich im Winter gut halten sollen. Die am Ende der Triebe befindlichen Brutzwiebeln sind ebenfalls für Speisezwecke brauchbar.Die Früchte des Gewürzpaprika muß man völlig ausreifen lassen, weil sie erst dann die beste Würzkraft haben. Man läßt sie also an der Pflanze richtig rot werden. Zum Aufbewahren trocknet man sie ganz scharf. Auf diese Weise behalten sie ihre Würzkraft mindestens 2 Jahre.Wie lange man Erdbeeren stehen läßt, hängt nicht nur vom Boden, sondern auch von der Sorte ab. In humusarmen leichten Böden lassen die Erträge schon im 3. Jahr ganz erheblich nach, während sie in humusreichen schweren oft noch im 5. Jahr gute Erträge bringen. Im Kleingarten sollte man alle 3 bis 4 Jahre neu anpflanzen.Wer Erdbeeren im Laufe des August pflanzt, erzielt im 1. Anbaujahr eine zufriedenstellende Ernte. Dazu gehören aber kräftige, gut bewurzelte Jungpflanzen.Unter den Erdbeersorten gibt es einige, deren Blüten nur weibliche Organe hervorbringen, was beim Anbau besonders zu beachten ist. Diesen Blüten fehlen die den Blütenstaub ( Pollen ) liefernden männlichen Organe. Das Befruchten, dem das Bestäuben vorangeht, ist bei diesen Sorten sehr erschwert, wenn in unmittelbarer Nähe keine pollenliefernden Sorten stehen.Wo eine länger anhaltende Erdbeerernte gewünscht wird, ist der Anbau mehrerer Sorten notwendig.Eine der wichtigsten Erdbeersorten zum Einwecken ist die bekannte " Mieze Schindler ". Die meisten Sorten haben im Weckglas eine graue Farbe. " Mieze Schindler " bleibt rot. Sie verlangt aber guten Humusgehalt und viel Nährstoffe, obwohl sie auch in sandigen Böden noch sehr gut gedeiht. Diese Sorte bringt fast nur weibliche Blüten hervor, so das sie unbedingt in der Nähe andere Sorten stehen muß. "Mieze Schindler" gehört zu den späten Sorten. Die Früchte sind im allgemeinen nur mittelgroß und müssen gut ausreifen, wenn sie das richtige Aroma erhalten soll.Immertragende großfrüchtige Erdbeeren wird man auch im Kleingarten nie in größeren Mengen anbauen, weil ihr Ertrag an den der Massenträger selten heranreicht. Außerdem erfordern sie mehr Aufwand an Arbeit, weil man die Entwicklung der Beeren durch laufendes Düngen unterstützen muß.Monatserdbeeren verwendet man gern als Einfassung. Sie sollten aber auch nicht länger als 3 bis 4 Jahre stehenbleiben.Im allgemeinen gedeihen Erdbeeren in allen Bodenarten, wenn sie nicht zu trocken, doch nährstoff - und humusreich sind. Sandiger Lehm - oder lehmiger Sandboden sagt ihnen am besten zu. Da Erdbeeren im Durchschnitt 3 Jahre stehenbleiben, ist eine starke Gabe von Humusstoffen bei der Neuanlage sehr wichtig.Das Bearbeiten des Bodens ist für Neuanlagen von Erdbeeren besonders wichtig, um gute Erträge zu erzielen. Dazu gehört insbesonders eine tiefgründige Lockerung. Wer es irgend ermöglichen kann, sollte holländern. Dabei wird der Boden 2 Spatenstiche tief bearbeitet, was für Erdbeeren genügt. Beim Holländern muß man aber aufpassen, das der Stallmist, oder was sonst zum Humusanreichern verwendet wird, nicht zu tief in den Boden gelangt. Diese Stoffe verrichten ihren Zweck nur, wenn sie in der obersten Erdschicht bleiben, also in den 1. Spatenstich eingearbeitet werden.Ein freier vollsonniger Standort sagt zwar den Erdbeeren am besten zu, doch bringen sie auch in halbschattigen Lagen gute Erträge. Tiefschattige Stellen sollte man aber vermeiden, weil dort der Ertrag wesentlich zurückgeht. Freie Streifen zwischen sonstigem Beerenobst kann man jedoch unbedenklich mit Erdbeeren bepflanzen. Auch zwischen jungen Obstbäumen kann man das Land mit ihnen ausnutzen.Soweit man die Erdbeerjungpflanzen nicht aus eigenen Anlagen entnehmen kann, ist darauf zu achten, das sie aus milbenfreien Bestand stammen. Gekräuselte oder schlecht entfaltete Blätter sind immer verdächtig. Rote und weiße rotumrandete Flecken an den Blättern deuten auf eine Krankheit hin, die unliebsame Folgen nach sich ziehen kann. Auch solche Pflanzen sind abzulehnen.Beim mehrjährigen Anbau der Erdbeeren sollte man auch im Kleingarten die Reihen nicht enger als 60 cm wählen. Der Pflanzabstand auf der Reihe richtet sich nach der Wuchskraft der Sorte. Schwach wachsende pflanzt man nur 20 cm auseinander. Alle anderen verlangen 30 cm. Die genannten Entfernungen genügen, wenn man die Erdbeeren 3 bis 4 Jahre stehen läßt.Beim Pflanzen der Erdbeeren ist zu beachten, das das Herz der Jungpflanzen dicht über den Boden stehen muß. Zu tief gepflanzt, faulen die Pflanzen sehr leicht. Bei zu hohem Pflanzen besteht im Winter die Gefahr des Ausfrierens.Erdbeeren wachsen nach dem Pflanzen schnell und sicher an und kommen auch verlustlos durch den Winter, wenn man ihnen sofort eine Bodendeckung gibt.Damit die Wurzeln der Erdbeerpflanzen in innige Verbindung mit der sie umgebene Erde gelangen, wird nach dem Pflanzen gründlich gegossen. Beim Pflanzen ohne Bodendeckung gießt man jede Pflanze erst einzeln ohne Brause an. Danach wird das ganze Beet mit der Brause übergossen. Wo Bodendeckung gegeben wurde, ist das Einzelgießen nicht nötig.Im August gepflanzte Erdbeeren müssen an heißen Tagen mehrmals überbraust werden, bis sie eingewachsen sind. Überbrausen vermindert die Transpiration ( Verdunstung ) der Blätter wesentlich. Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall welken.Den bis zum Herbst tragenden Erdbeeren aus vorjähriger und früherer Pflanzung sollte man im August noch eine Nährstoffzugabe verabreichen.Da die rankenden Brombeersorten bis zum Herbst Früchte entwickeln, erhalten sie in den ersten Augusttagen noch eine Nährstoffzugabe.Die Früchte des Kernobstes sind pflückreif, wenn sie sich beim seitlichen Anheben leicht lösen. Als erstes Anzeichen der Pflückreife gilt das Abfallen einiger Früchte, die gesund, also nicht madig sind. Pflückreife Früchte haben an der Ansatzstelle des Stieles (Fruchtkuchen) eine Korkschicht gebildet und lassen sich darum ohne Schaden an der Frucht und Baum ernten.Die Pflaumensorte " The Czar " ist am schmackhaftesten. Bei ihr lohnt auch das Pflücken, obwohl man es mehrmals wiederholen muß, weil diese Sorte sehr ungleich reif wird.Bei einer Neupflanzung eines Pfirsichbaumes sollte der Kleingärtner den " Proskauer " wählen. ( Wir haben persönlich nach langer Suche jetzt endlich einen Anbieter gefunden, der den Proskauer noch hat). Er hat alle guten Eigenschaften, die man sich von einem Pfirsichbaum wünscht. Neben seiner Anspruchslosigkeit ist vor allem seine Frosthärte und Widerstandsfestigkeit gegen Krankheiten hervorzuheben.Die abgetragenen Himbeerruten sind so früh wie möglich dicht am Erdboden abzuschneiden. Da bei Himbeeren immer die Gefahr der Rutenkrankheit besteht, sind alle abgeschnittenen Triebe sofort zu vernichten. Das sollte man sich auch dort zur Regel machen, wo keine Anzeichen dieser Krankheit vorhanden sind. Das Bedecken der Schnittstellen mit Erde soll das Weiterausbreiten der Rutenkrankheit verhindern helfen.Gegen Ende August sind auch die aufrecht wachsenden Brombeersorten abgeerntet, so das der Schnitt durchgeführt werden kann.Das Frühobst mit der nur einige Tage langen Haltbarkeit sollte man nicht im Lagerraum für das Winterobst unterbringen.Der Raum für das Lagerobst wird schon Ende August vorbereitet und gründlich gesäubert.Zum Lagern des Winterobstes eignen sich alle Räume, die kühl, aber frostfrei und gut lüftbar sind. Die zum guten Lagern erforderlichen 85 bis 90 % Luftfeuchtigkeit lassen sich in einem Keller meist besser erzielen als in Räumen mit Holzfußboden. Räume die Temperaturen von 1 bis 6 Grad aufweisen, sind für das Lagern des Obstes am besten geeignet. Wärmere beschleunigen die Reife so, das sich das Obst kaum bis Weihnachten hält.Das Winterobst darf man auf keinen Fall im Kartoffel - oder Gemüsekeller lagern. Obst nimmt den Geruch anderer Stoffe sehr leicht an, so das der Geschmack stark beeinträchtigt wird.Wo der Lagerraum für das Obst nicht voll ausgenutzt wird, kann man in ihm das im Laufe des Sommers eingeweckte Obst und Gemüse mit unterbringen. Die niedrigen Temperaturen im Obstlagerraum sind auch für das Aufbewahren des Eingeweckten günstig. Die hohe Luftfeuchtigkeit schadet den Gläsern nicht.Das im August gepflückte Frühobst ist im Lager täglich zu prüfen.Zum Schneiden der Nadelholzhecken ist der August der beste Monat. Bei Nadelholzhecken dürfen keinesfalls die Seitenwände ganz senkrecht verlaufen. Die Hecke muß sich nach oben etwas verjüngen. Andernfalls dauert es nicht lange, bis sie von unten her verkahlt und am guten Aussehen einbüßt.Alle Nadelhölzer kann man im August pflanzen, auch umpflanzen. Das umpflanzen ist aber nur bei jungen Pflanzen mit gutem Wurzelballen möglich. |